JJJC RHEINTAL

 

JUDO PRAXIS

Ausbildung
Die Judoka tragen eine knöchellange weisse Baumwollhose und darüber eine halblange weisse Jacke (Judo-Gi) aus Baumwolle die durch einen farbigen Gürtel (Obi) zusammen gehalten wird. An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand des Judoka erkennen. Jeder Anfänger beginnt mit einem weißen Gürtel. Nach entsprechender Trainingszeit kann er eine Prüfung vor einer Prüfungskommision ablegen. Für die erste Prüfung muss der Anfänger zumindest 3 Würfe, Falltechniken und verschiedene Kombinationen im Boden zeigen. Der Prüfling demonstriert die Techniken mit dem Partner. Nach abgelegter Prüfung erhält der Anfänger das Recht und die Pflicht den entsprechenden Gürtel zu tragen.

Gürtel
Die Gürtelfarben: Schülergürtel (Kyu)
weiss/gelb
gelb (5. Kyu)
orange (4. Kyu)
grün (3. Kyu)
blau (2. Kyu)
braun (1.Kyu)

Meistergürtel (Dan)
schwarz für den 1. bis 5. Dan

Grossmeistergürtel (Dan)
rot-weiss für den 6. bis 8. Dan
rot für den 9. und 10. Dan

Ideelle Gürtel
weiss für den 11. und 12. Dan, aber doppelt so breit wie bei den Schülern
Gürtel oberhalb des 5. Dan können nicht durch Ablegen einer Prüfung erreicht werden. Sie werden ausschliesslich verliehen. Eine höhere Graduierung als zum 10. Dan ist weltweit nicht möglich! Lediglich Professor Jigoro Kano, dem Begründer des Judo, hat man nach seinem Tode den 11. Dan verliehen. Der 12. Dan ist für Menschen nicht erreichbar. Der Geist, die Idee des Judo soll den 12. Dan tragen. Der weisse Gürtel des 11. und 12. Dan weist darauf hin, dass auch der größte Meister immer noch "nur" ein Schüler ist.

Wettkampf
Die Kampfzeit beträgt für Frauen und Männer 5 Minuten. Die Kämpfe werden auf einer quadratischen Matte von in der Regel 8x8 Metern ausgetragen. Der Wettkampf wird durch einen Matten(kampf)richter und zwei zusätzliche Kampfrichter (=Außenrichter) bewertet, die an gegenüberligenden Ecken der Kampffläche sitzen.
Für die ausgeführten Techniken und Aktionen der beiden Wettkämpfer kann der Kampfrichter vier verschiedene Bewertungen und verschiedene Strafen vergeben. Wertungen sind Ippon (voller Punkt), Waza-ari (halber Punkt), Yuko (technischer Vorteil) und Koka (kleiner technischer Vorteil). Bestrafungen werden bezeichnet als Hansokumake (Disqualifikation), Keikoku (schwerer Verstoß), Chui (ernstlicher Verstoß), Shido (leichter Verstoß). Bei der Vergabe der höchsten Wertung (Ippon) oder der höchsten Bestrafung (Hansokumake) wird der Kampf (ähnlich wie bei einem KO beim Boxen) vorzeitig abgebrochen. Nach der neuen Wettkampfordnung gibt es nur noch die Strafe "Shido" und Hansokumake. Beim vierten Aussprechen der Strafe Shido erfolgt die Disqualifikation durch Hansokumake, das heißt 4 Shidos entsprechen einem Hansokumake.
Ein Ippon (voller Punkt) wird vergeben, wenn einer der Kämpfer mit Schwung und in guter Technik auf den Rücken geworfen wird, er bei einem Hebel oder einem Würger aufgibt oder er 25 Sekunden auf dem Rücken am Boden liegend und ohne Befreiungsmöglichkeit festgehalten wird.

Die anderen Wertungen werden entsprechend vergeben, wenn die Ausführung des Wurfes nur teilweise erfolgreich war (weniger Schwung, nur teilweise auf den Rücken bzw. auf das Gesäß geworfen usw.). Bei einer Festhaltetechnik werden folgende Wertungen gegeben:

15 bis 20 Sek. -> Yuko
20 bis 24 Sek. -> Waza-ari
25 Sek. -> Ippon


Klassische Kampfwertungen:
Yuko: 1/4 Punkt : in anderen Systemen : 5 Punkte
Waza-ari: 1/2 Punkt : in anderen Systemen : 7 Punkte
Ippon: 1 Punkt (Sieg) : in anderen Systemen : 10 Punkte

Bemerkungen: Eine höhere Wertung übertrifft immer niedrigerer Wertungen. So übertrifft ein Waza-ari immer eine beliebige Zahl an Yuko oder Koka. Ein Yuko übertrifft immer eine beliebige Zahl an Koka. Der zweite Waza-ari führt immer zu einem Ippon und damit zu einem vorzeitigen technischen Sieg.

Quelle: http://de.wikipedia.org